Wein selber machen

Wein selber machen – Wie du es mit Leichtigkeit schaffst!

Wein selber machen? Wie genau funktioniert das? Dieser kurze Leitfaden soll Ihnen einen Überblick zum Thema verschaffen.

Diese Anleitung dient dazu, Ihnen eine kurze Übersicht über das Thema „Wein selbst herstellen“ zu geben. Dennoch ist diese Anleitung sehr allgemein gehalten, da eine komplette Anleitung zu kompakt für einen Internetartikel wäre. Um wirklich genau über das Thema Wein selber machen bescheid zu wissen, kann ich Ihnen folgenden Videokurs empfehlen:

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Inhaltsverzeichnis Wein selber machen:

  1. Die Früchte und deren Verarbeitung
  2. Die Gärbehälter
  3. Die technischen Hilfsstoffe
  4. Notwendige Messgeräte
  5. Die Gärüberwachung
  6. Schönungsmittel & Weiteres

Die Früchte und deren Verarbeitung

 Der wichtigste Teil beim Wein selbst herstellen sind die Früchte, die für die Weinbereitung benutzt werden. Es ist sehr wichtig, dass diese reif und gesund sind. Sind die Früchte nämlich unreif, enthalten sie wenig Zucker und extrem viel Säure. Mit unreifem Obst lässt sich also kein guter Wein selber machen. Auch die Hygiene spielt bei der Weinherstellung eine wichtige Rolle, damit sich schädliche Mikroorganismen nicht vermehren können. Denn diese sorgen im späteren Wein für Fehlaromen. Zum Sauber halten ist Wasser, Lauge oder Schwefel empfehlenswert. Wie diese genau angewendet werden, erfahren Sie in diesem Weinkurs.

Um die Hauptzutat beim Wein selber machen, den Saft (Most), zu gewinnen, müssen zuerst alle Früchte zerkleinert und anschließend gepresst werden. Zur besseren Mostgewinnung können Sie die Enzyme Pektinase verwenden. Dadurch schließen sich die Zellwände auf und der Most kann besser entweichen. Zum Abpressen ist es empfehlenswert, einen Handpressbeutel zu nutzen. Sollten Sie größere Mengen abpressen müssen, eignet sich dafür eine Spindelpresse.

Die Gärbehälter

barrels-1013855_1920Für kleinere Mengen lässt sich ihr Wein am Besten in einem Holzfass oder Glasballon gären. Sollten Sie eine größere Menge an Früchten bzw. Most haben, können Sie auch größere Gebinde wie Edelstahltanks verwenden.

Zudem sollten Sie wissen, dass Holzfässer sehr viel Pflege benötigen und immer wieder gereinigt werden müssen. Sollten Sie also ein Anfänger sein, dann verzichten sie auf ein Holzfass. Stattdessen nutzen Sie einen Gärballon für das Wein selber machen.

Weniger Pflege benötigen hingegen die Edeltstahltanks. Diese sind ewig haltbar und eigenen sich sehr gut für frische und fruchtige Weine. Ein weiterer Vorteil der Edelstahltanks ist, dass diese perfekt isolieren. Somit spielt auch der Einfluss von Sauerstoff hier kaum eine Rolle. Nachteil ist aber, dass diese relativ teuer in der Anschaffung sind. Ein Edelstahltank rentiert sich erst dann, wenn Sie die entsprechenden Mengen Most haben. Grund dafür ist, dass es in der Regel keine kleineren Tanks gibt.

Meiner Meinung nach sind Glasballons der beste Gärbehälter für Hobbywinzer. Denn auf Grund der glatten Oberfläche sind diese sehr leicht zu reinigen. Somit können Sie immer sauber arbeiten und auch mit kleinen Mengen experimentieren. Auch zur weiteren Lagerung eignen sich Glasballons perfekt.

Sie sollten darauf achten, dass jeder Gärbehälter mit einem Gärröhrchen abgeschottet ist. So verhindern Sie, dass Tiere und Sauerstoff in den entstehenden Wein geraten können. Außerdem ist es wichtig, dass zu Beginn der Gärung der Gärbehälter nur zu 2/3 gefüllt ist. So können Sie einer möglichen Überschäumung entgegenwirken.

red-wine-155693_1280Die technischen Hilfsstoffe

Zur Herstellung von Wein benötigt man auch Hefen. Diese wandeln den Zucker während der alkoholischen Gärung in Alkohol um. Oftmals wird im Internet die Behauptung aufgestellt, normale Backhefe zu verwenden. Das ist aber falsch! Sie sollten sich beim Wein selber machen auf jeden Fall Reinzuchthefe kaufen. Denn die Hefe sorgt zum Großteil für das Aroma. Möchten sie also ein prächtiges Aroma haben, empfehle ich Ihnen wirklich, sich eine Reinzuchthefe zum Wein selber machen zu kaufen.

Während der Gärung macht es Sinn, der Most Gärsalz hinzugeben. Dieses sorgt dafür, dass die Hefen während der Gärung optimal mit Nährstoffen versorgt sind.

Hat Ihr Most zu wenig Ausgangszucker, so sollten Sie diese mit Zucker anreichern. Wie das genau funktioniert, erfahren Sie in diesem Weinkurs. Zusätzlich erhalten Sie dort eine automatisch berechnende Anreicherungstabelle, die Ihnen die Mengenangaben von Zucker erleichtern. Diese hilft Ihnen bei der Weinherstellung zu Hause sehr weiter!

wine-161286_1280Auch die Zugabe von Gelatin ist sinnvoll. Dieses Stoffgemisch dient der besseren Mostvorklärung, sodass die Trubstoffe zu größeren Teilchen verklumpen und schneller zum Boden sinken. 

Um ein tolles Weinaroma bei der Weinherstellung zu Hause garantieren zu können, sollten Sie den Wein beim Wein selber machen besser vor Sauerstoff und Mikroorganismen zu schützen. Hierzu eignet sich Schwefel perfekt. Dieser verhindert die Oxidation und hemmt Mikroorganismen vor der Vermehrung. Der Wein wird also vor Beschädigungen geschützt. Bei der Schwefelung handelt es sich wirklich um eine komplexe Aufgabe, die anspruchsvoll ist. Wenn Sie wissen wollen, wie die genaue Technik funktioniert und wie der Schwefel wirkt, kann ich Ihnen folgenden Videokurs empfehlen: 

Natürlich gibt es auch noch mehr Zaubermittel, die Sie für die Weinbereitung einsetzen können. Diese finden Sie hier.

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Notwendige Messgeräte

Die Oechslewaage, auch Mostwaage genannt, ist dafür dar,  die Zuckermessung ganz einfach durchführen. Hierzu geben Sie die Waage in den Most und lesen den Wert an dem Schwimmer ab. In diesem Videokurs sehen Sie direkt, wie die Anwendung genau funktioniert.

Die Säuremessung können Sie mithilfe der Titration durchführen. Hierzu können Sie im Laborfachhandel vorgefertigte Laugen kaufen. Diese müssen Sie nur noch in Ihren Most/Wein geben. Im Wein selber machen Kurs wurde die Titration live im Labor durchgeführt und auf Video für Sie festgehalten. So können Sie also keine Fehler mehr machen!

Die Gärüberwachung

cork-151259_1280Der wichtigste Vorgang beim Wein selber machen ist die Gärung. Diese sollten Sie überwachen, sodass auch wirklich alles nach Plan verläuft. Die Überwachung funktioniert ganz einfach mithilfe einer Gärkurve. Hierzu ermitteln Sie jeden Tag den Zuckergehalt im Most und notieren diesen bestenfalls auf einem Graphen. Sollten sich die Werte unerwartet verändern, können Sie sofort Gegenmaßnahmen einleiten. Das merken Sie daran, dass sich der Zuckergehalt nicht mehr verändert. Gärstockungen können den gesamten Gärprozess zerstören. Sie müssen also unbedingt wissen, wie man damit umzugehen muss. Effektive Gegenmaßnahmen erhalten Sie dazu im Wein selber machen Kurs

Schönungsmittel & Weiteres

Das Klären der Weine sollte größtenteils keinerlei Probleme für Sie darstellen. Denn das übernimmt in der Regel die Schwerkraft für Sie. Nach der Gärung sinken die Trubteilchen nach und nach zu Boden und Sie können den geklärten Wein ganz Einfach vom Trub abziehen. Sollte das nicht klappen, müssen Sie auf Schönungsmittel zurückgreifen. Dazu eignet sich zum Beispiel Gelatine, was für ein Verklumpen der Trubteilchen sorgt, wodurch diese schneller zu Boden sinken.

Es gibt aber auch noch zahlreiche andere Schönungsmittel, die Sie einsetzen können. So zum Beispiel auch Bentonit. Diese können Ihnen dabei helfen, dass Aroma des Weins noch weiter zu verfeinern. Eine Übersicht zu allen wichtigen Schönungsmittel und deren Wirkungen finden Sie hier.

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